Wie viel Vergangenheit verträgt dein Leben?

Eine Frau boxt in einen Stapel uralter Bücher. Die Buchstaben fliegen aus den Buchseiten.

Wie viel Vergangenes lebt bei dir?

Welchen Stellenwert hat die Vergangenheit in deinem Leben? Wie präsent ist sie in deiner Gegenwart? Mit wie vielen Andenken, Gedenk-Steinen oder Mahnmalen umgibst du dich derzeit? Und sind sie dir alle wahrhaft bewusst?

Das kann der von dir genutzte Weichholzschrank des Opas sein, die Familienbibel von anno dazumal, die Tischdecke von Cousine Gerda oder das 90-teilige Kristall-Service von Oma Hermine.
Oh, und außerdem lagern da noch diverse Erb- und Möbelstücke deiner Ahnen im Keller, die zwar vorhanden, aber nie hinterfragt wurden…

Erinnerungsstücke aus der Vergangenheit sind so vielfältig wie individuell und bergen einen emotionalen und Seltenheitswert (hier ein kleiner Aufbewahrung-Tipp). Das Zuviel an solchen Sachen auszusortieren bedeutet keineswegs, dass die Erinnerungen verschwinden. Denn nicht der physische Gegenstand macht die Erinnerung aus, sondern deine Gedanken, Erfahrungen und Gefühle. Die Erinnerung trägst du in dir!

Erinnerung bleibt in Kopf und Herz, nicht im Gegenstand

Verbindest du z.B. mit dem Teeservice deiner Oma glückliche und liebevolle Gefühle und zaubert es dir ein Lächeln ins Gesicht, halte ich das Service auf jeden Fall für aufhebenswert. Gedenkst du Tante Ernas Vase nur mit einem schiefen Grinsen und komischen Gefühlen, sobald du diese siehst oder berührst, kannst du sie getrost entsorgen. Dann löst die Weggabe solcher Dinge negative Energie in Luft auf und macht Platz für mehr Leichtigkeit.

Hältst du hingegen an zahlreichen Gegenständen aus der Vergangenheit fest, kann das dein Leben im Hier und Jetzt erschweren und dich allzu sehr an frühere Zeiten binden. Die Suche nach Sicherheit in der Vergangenheit hemmt dann deine heutige Entfaltung, und neue Erinnerungen finden kaum Platz, weil dein physischer und emotionaler Raum bereits mit Vergangenem gefüllt ist.

Der Raum der Vergangenheit

Welche Gegenstände, Möbelstücke, Glaubenssätze etc. hast du von Menschen übernommen, die schon lange fort oder bereits verstorben sind? Was bewahrst du aus alten Beziehungen auf, obwohl die Trennung Jahre zurückliegt? Wie viele Besitztümer von Verflossenen rahmen dich immer noch ein? Wie sehr hängst du an der Vergangenheit fest, beschönigst sie oder kannst sie nicht ziehen lassen? Wie viel Vergangenheit verdrängt den Fokus auf deine Zukunft?

Die Vergangenheit ist Fakt, sie ist vorbei, beendet, fort, geschehen, zurückliegend, abgelaufen, unerreichbar, verschollen, unwiederbringlich, angestaubt, verblichen, hinüber, vergangen.

Ständig in ihr zu leben und auf das zurückzuschauen, was emotional und physisch verloren gegangen ist, bringt dich wenig voran und ist meist kontraproduktiv. Positive Situationen zu glorifizieren oder negative Begebenheiten im Nachhinein zu kritisieren, hält dich nur im Damals fest – du verpasst das Wichtigste: den Augenblick genau jetzt!

Nach vorne leben!

Willst du dich verändern und weiterentwickeln, bedarf es mitunter der Entscheidung, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Loslassen was geschehen ist. Es gehört zum Leben dazu, dass nicht alle Handlungen genial waren, nicht alle Wünsche in Erfüllung gingen, nicht alle Menschen geblieben sind. Es hilft, die Vergangenheit neu zu überdenken, sie aus einer anderen Perspektive zu betrachten und zu beurteilen – mit ihr Frieden zu schließen.

Vielleicht musst du das zurücklassen, was du warst, um das zu werden, was du sein willst? Ist es an der Zeit, die Rückwärtsgewandtheit abzulegen, um dein Potential voll zu entfalten und das tun, was du wirklich willst?

Die Gegenwart liegt immer vor dir – sie kannst du proaktiv verändern.

Aufräumen und Altlasten loslassen

Mit der Vergangenheit darfst du natürlich auch alten Ballast abschütteln – das klappt am allerbesten beim Aufräumen, was einer Bestandsaufnahme deines Ist-Lebens gleichkommt. Lass los, was nicht mehr zu dir gehört – das befreit nicht nur deine Räume, sondern auch deinen Geist.

Blicke positiv auf deine Zukunft und frage dich:

  • Was will ich jetzt verändern?
  • Worunter will ich endlich einen Schlussstrich ziehen?
  • Was darf gehen, was darf bei mir bleiben?
  • Was macht mich im Moment glücklich?
  • Was will ich ausprobieren?
  • Wie will ich mich fühlen?

Gemeinsam klären und auflösen

Und hier komme ich gerne ins Spiel. Als neutrale Person von außen stehe ich dir bei der Bewältigung der Gesamtaufgabe zur Seite. Ich unterstützte dich, motiviere, halte, frage nach, bringe frische Sichtweisen ein und verringere die emotionale Belastung sowie den Druck.

Denn beim Ausmisten stößt du zwischen altem Kram und vergessenen Dingen unweigerlich auf deine ureigene Geschichte. Sieh es als Chance! Gemeinsam schauen wir hin, klären, bewerten und befreien. Wir geben deinen Gedanken und Gefühlen (freien) Raum und lassen Negatives ziehen. Du ergründest dein Festhalten an Vergangenem, verstehst besser und löst auf. Die Vergangenheit geht dabei nicht etwa verloren, sondern bekommt eine andere Zuordnung bzw. Gewichtung.

Wenn du loslässt, gewinnst du mehr als du verlierst. Für dich entsteht beim Loslassen Raum für neue Erfahrungen, Leichtigkeit, Heilung und Wachstum. Raum für Neues, für die Gegenwart, für das, was heute wichtig ist.

Ich helfe dir sehr gerne bei diesem Prozess und bin nur einen Anruf entfernt: 06126-991575.

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