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Wie entsteht Unordnung?

Schicksalsschläge verändern

Es gibt viele verschiedene Gründe, warum ein Leben ordentlich aus den Fugen geraten kann. Inklusive der lieben Ordnung, die schlichtweg auf der Strecke bleibt und zur Nebensache wird. Einige dieser Faktoren sind zum Beispiel Überforderung, Zeitmangel, Fremdbestimmung, Streitigkeiten, Trennung, Tod und/oder Krankheit.

Stellen Sie sich vor, all diese „Einschläge“ treffen Sie praktisch auf einmal und brechen geballt über Sie herein.

Wie würden Sie mit derartigen Schicksalsschlägen umgehen? Was wäre für Sie das Wichtigste? Worauf würden Sie sich am meisten konzentrieren?

Sicherlich nicht auf Ordnung!

Darin sind wir uns wohl einig. Sondern hoffentlich auf Ihre eigene Gesundheit und Gesundwerdung.

Wird die ganze oder eben verbliebene Kraft allerdings zur Genesung benötigt, bleibt Zuhause natürlich einiges liegen und unbearbeitet. Zieht sich die Rekonvaleszenz, also die Zeit der gesundheitlichen Besserung, lange hin, bleibt auch lange alles andere zweitrangig und unerledigt.

Im Falle dieser neuen Erfolgsgeschichte weiß ich eigentlich gar nicht, wo ich beginnen soll und wie ich Ihnen die „Lage der Dinge“ beschreiben kann, ohne zu sehr in die Tiefe zu gehen…

Meine Kundin hatte sich endlich getraut, mich anzurufen, nachdem mein Flyer schon über ein Jahr an ihrem Küchenschrank hing. Bereits am Telefon klang sie zwar erschöpft, aber durchaus bereitwillig, jetzt die Unordnung in ihrem Zuhause angehen zu wollen.

Bei unserem ersten Termin, der Startberatung, erzählte sie mir vertrauensvoll ihre Lebensgeschichte, die gezeichnet ist vom Tod ihrer Eltern, Erbstreitigkeiten, Nachlassverwaltung und ihrer eigenen schweren Erkrankung sowie deren Bewältigung. Mir schien es fast, als bräuchte sie diese Offenlegung quasi als Entschuldigung oder viel mehr als Erklärung für den Zustand ihrer Wohnung. Das respektierte ich vollkommen und hörte einfach nur aufmerksam zu. Erst danach konnte sie mir ihre Zimmer zeigen und mir sozusagen ihre Türen öffnen.

Zuhören – Vertrauen – Öffnen

Ich durfte mir alles anschauen, und sie teilte mir mit, dass ihre oberste Priorität die Sortierung der Papiere und Unterlagen sei. Papiere, die seit über 6 Jahren in Kisten, Ablagefächern und an verschiedenen Stellen innerhalb ihrer Wohnung ein staubiges, unbeachtetes Dasein fristeten.

Um an bestehende Ordner heranzukommen, schlug ich als erstes vor, den Weg zum Regal im Wohn- und Arbeitszimmer freizuräumen und zugängig zu machen. Außerdem sollte das Regal mit zusätzlichen Einlegeböden erweitert werden. Wir besprachen unsere Vorgehensweise und sie notierte sich die zu besorgenden Dinge.

Bereits im Laufe meiner Startberatung wurde meine Kundin zusehends munterer und zuversichtlich. „Frau Eberle, Sie machen mir echt Mut und zeigen mir Perspektiven auf – das gefällt mir sehr gut!

Lassen Sie uns ganz bald beginnen, ich fühle mich jetzt voll motiviert!“

Zehn Tage später starteten wir also mit der gemeinsamen Aufräumarbeit. Ganz im Tempo meiner Kundin und ohne jeglichen Druck, das war ihr wichtig. „Ohne Sie an meiner Seite würde ich den ganzen Papierkram nie angehen, mit Ihnen schaffe ich das gut und kann auch dranbleiben“, waren ihre ersten lobenden Worte.

„Frau Eberle, Sie sind mein Gedächtnis. Wieso wissen Sie immer, welcher Ordner gerade gebraucht wird? Wie merken Sie sich das nur?“, meinte sie später zu mir. „Ich nehme jetzt einfach mal Ihre Energie an, Sie machen das echt toll. Ich freue mich schon auf morgen und übermorgen!“

Sie können sich bestimmt vorstellen, dass es nicht bei den zwei Vormittagen blieb. Durcheinander kommt nicht über Nacht und geht auch nicht über Nacht. Meine Kundin bestellte bis dato drei 10-er-Karten und wir arbeiten intensiv und in naher Folge miteinander. Ihr Kommentar:

„Mir wäre meine Ordnung momentan 10.000 Euro und mehr wert. Ich gönne Sie mir – Sie sind mein Glücksgeschenk!“

(Kleine Anmerkung meinerseits: Die 10-er-Karten erreichen mitnichten diese Summe. Den wahren Preis, nicht aber den wahren Wert ;-), finden Sie unter Leistungen.)

Für mich ist die Arbeit mit meiner Kundin ebenfalls überaus wertvoll und erfüllend. Sie schenkt mir ihr volles Vertrauen, stellt sich tapfer den „Bäh-Themen“, holt immer wieder tief Luft und hält wacker durch. Gleichzeitig werden die Papierberge stetig kleiner und die Schreddermenge immer größer. Es kostet sie Kraft, das spüre ich deutlich, Familienangelegenheiten erneut zu durchleben und Erinnerungen hochkommen zu lassen. Doch sie meistert das entschlossen und mit meiner einfühlsamen tatkräftigen Unterstützung. Dafür zolle ich ihr höchsten Respekt und meine größte Anerkennung. Bravo und Danke!

Wir haben noch einiges vor und ich freue mich schon ordentlich auf die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit. Genauso wie sie. Gemeinsam schaffen wir das!