
Ordnung braucht und schätzt Ehrlichkeit
Je aufrichtiger du beim Aufräumen und Ordnung schaffen mit dir selbst bist, desto erfolgreicher wird dein Tun. Das mag nicht von Anfang an genial gut gelingen, vertieft sich allerdings im Prozess.
Ein Beispiel: Ich habe mit einer Dame aufgeräumt, die seit Jahren über ihre Papierberge hinweg sieht, korrekterweise sollte ich sagen darüber hinweg steigt. Sie hat sich daran gewöhnt, Papiere vollends platt zu treten, um ihre Ziele im Raum erreichen zu können. Das Chaos wurde von ihr förmlich zur Seite geschoben, verdrängt sowie verdeckt, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn über die größten Ansammlungen von alten Zeitungen und Magazinen hat sie einfach Decken gelegt.
Natürlich gibt es für dieses Verhalten eine Vorgeschichte und Gründe – die ich hier gewiss nicht ausbreiten werde. Viel wichtiger ist doch, dass sie jetzt etwas ändern will!
„Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten.“ (Albert Einstein)
Veränderung durch Ordnung
Und Veränderung braucht wahrhaftiges und ehrliches Hinschauen – der erste und wahrscheinlich auch schwierigste Schritt. Beim Aufräumen vollziehst du genau diesen Schritt, durchleuchtest bestehende Abläufe und stellst dich den Dingen, je aufgeschlossener und ehrlicher desto wirksamer.
.

.
Meine Kundin meinte am zweiten Aufräumtag: „Ich habe die Dinge und Mengen ganz klar unterschätzt. Dass es so schlimm ist, habe ich echt verdrängt.“ So wa(h)r es.
Doch wie großartig, dass sie selbst zu dieser Erkenntnis gekommen ist. Denn nach dieser freimütigen und offenherzigen Aussage verlief unser gemeinsames Aufräumen wesentlich effektiver und entspannter. Die Ergebnisse lassen sich übrigens absolut sehen!
Schlechtes Gewissen adé
Zu der Ehrlichkeit beim Aufräumen gehört auch, Dinge nicht aus Schuldgefühlen, wegen eines schlechten Gewissens oder des bereits bezahlten Preises aufzubewahren. Oder nach dem Motto: Vielleicht kann ich das noch mal gebrauchen. Wie lange währt diese Zeit wohl schon an? Wie viel hat sich mittlerweile aus diesem Grund angesammelt und du hast längst den Überblick im Stapel vielleicht verloren?
Viel befreiender klingt hingegen: Wenn es kein klares JA ist, ist es ein NEIN! Behalte nur Dinge, die dich heute beglücken und fröhlich stimmen. Alles andere darf gehen.
Ordnung braucht Ehrlichkeit
Darunter verstehe ich:
- hinschauen statt weg- oder vorbeischauen
- das Chaos nicht zur Seite schieben, verdrängen oder zudecken
- die Mengen nicht klein reden oder verniedlichen
- ehrlich mit sich selbst sein
- Gewohnheiten in Frage stellen
- Abläufe hinterfragen
- raus aus der Komfortzone bewegen
- auseinandersetzen mit unangenehmen Dingen
- Ausreden durchschauen und vermeiden
- Ausweichverhalten einbremsen
- überprüfen der eigenen Selbstbewertung (zu herabsetzend?)
- Schwächen akzeptieren, aber nicht ständig überbewerten
- Stärken sehen, anerkennen und achten
- Selbstwertschätzung ausweiten.
.
Ordnung ist Selbstfürsorge + Selbstwertschätzung
Manchmal besteht die größte Ehrlichkeit darin, sich nachsichtig und beherzt einzugestehen, dass man es alleine nicht schafft. Wenn du Hilfe brauchst, solltest du dir Hilfe holen! Praktisch ganz einfach: Ich unterstütze dich gerne und bin nur einen Anruf entfernt: 06126-991575.
Damit wieder viel mehr Leichtigkeit und Gelassenheit bei dir Zuhause einzieht.
.
